Kategorie: Rodi & Wienenberger

ROWI - Pforzheim, Deutschland Silberwaren- und Schmuckhersteller, gegründet 1885 von Eugen Rodi und Wilhelm Wienenberger. Neben Schmuck stellte ROWI Metalluhrenarmbänder und Armbanduhrengehäuse her, und 1929 beschäftigten sie etwa 1.500 Personen. Das Unternehmen florierte 1890 mit 80 Beschäftigten und hatte bis Ende 1899 etwa 700 Mitarbeiter. Fünf Jahre später wurde es eine Aktiengesellschaft mit einem Kapital von 500.000 Mark. Eugen Rodi zog sich 1900 zurück, und Wienenberger wurde Leiter des Unternehmens. Bereits 1910 errichteten sie eine neue fünfstöckige Fabrik. Nach dem Ersten Weltkrieg mussten die Produktionsstätten durch den Kauf benachbarter Grundstücke erneut erweitert werden. Neben Schmuck begannen sie mit der Herstellung von Taschenuhrgehäusen. 1924 trat Wilhelm aus gesundheitlichen Gründen von der Geschäftsführung zurück, und Karl-Wilhelm Katz, der für den Export verantwortlich war, übernahm das Geschäft. Bemerkenswert ist, dass die Markierung GR oder OR Vergoldung bedeutet, und R anchor W eine alte Markierung ist, die etwa zwischen 1935 und 1940 verwendet wurde. Während des Zweiten Weltkriegs wurde 1944 das Firmengebäude in Pforzheim durch eine Bombenexplosion fast vollständig zerstört. Das von Katz geführte Unternehmen baute jedoch schnell die sogenannte ROWI-Zone mit seinen Gebäuden wieder auf. Eines der profitabelsten börsennotierten Unternehmen in Deutschland, Rodi & Wienenberger, beschäftigte in den 1960er Jahren etwa 2.500 Mitarbeiter und verkaufte seine Produkte in rund 100 Ländern. Außerdem entstanden mehrere Fertigungstöchter in England, Spanien, Frankreich, Italien, Argentinien, Brasilien, Kanada, den USA und Hongkong. 2006 wurde das Unternehmen verkauft und in ROWI umbenannt.

Keine Produkte gefunden
Verwende weniger Filter oder entferne alle